Direkt zum Inhalt

Ein Besuch im Farbenrausch

Die Ausstellung war in grob drei Teile unterteilt. Zuerst sind wir durch einen Raum gegangen, der an ein klassisches Museum erinnert hat und haben über Informationstafeln sowie den Audioguide viele Hintergrundinformationen über Vincent van Gogh erfahren, während wir außerdem seine Kunst bestaunen konnten. Der zweite Teil war ein 360 Grad Film über sein komplettes Leben, untermalt mit Musik. Zum Schluss geht es durch einen gallerieartigen Gang zu einem sprechenden Portrait des Künstlers, dem wir Fragen stellen konnten, was vor allem bei den 5. Klässlerinnen sehr gut ankam.

Mein persönliches Highlight war der lange Film, der einen komplett umgibt. Man sieht van 

Goghs berühmte Bilder wie die „Sternennacht“ und die „Sonnenblumen“ in riesiger Größe. Sie bewegen sich, blühen auf und verwandeln sich. Doch, was diesen Film so besonders macht, ist die Musik. Sie passt sich jedem Bild perfekt an.

Bei den schönen, hellen Bildern aus dem Süden Frankreichs ist die Musik fröhlich und leicht. Sie klingt nach Sommer und Hoffnung. Doch wenn die dunkleren und wirbelnden Bilder erscheinen, ändert sich die Stimmung schlagartig. Die Musik wird schwer, laut und unruhig. Dann spürt man richtig, welche Sorgen und Ängste der Maler gehabt haben muss. Die Verbindung zwischen den wirbelnden Projektionen und der Musik sorgt dafür, dass die Ausstellung ihrem Namen treu bleibt und wirklich vollkommen immersiv wird.

Die Musik hat die Bilder für mich zum Leben erweckt. Sie hat die Geschichte von van Goghs Gefühlen erzählt, ohne dass es viele Erklärungen brauchte. Ich fand es sehr bewegend und bin mit einem ganz neuen Eindruck von diesem berühmten Künstler nach Hause gegangen. Es ist ein Erlebnis, das lange nachwirkt.

Felicitas Gräfe, LF Musik Q12

Bilder